Die Nachspielzeit der heutigen Partie unserer Zweiten Mannschaft beim VfK Weddinghofen fand nicht auf dem Platz statt. Sie wird in den nächsten Tagen/ Wochen im Kreise der Kreisspruchkammer nachgeholt.

 

Das spielfreie letzte Wochenende nutzte ein Teil der Mannschaft dazu, um mit ihrem Trainer Sascha Schumann dessen Geburtstag zu feiern. Für einen kleinen Aufreger sorgte ein Bild in den sozialen Medien, welches Schützenkönig Dustin Heuser beim Radfahren mit einem Kasten Grevensteiner Gerstensaft auf dem Gepäckträger zeigte. Erste Gerüchte wurden laut, dass der einstige Goalgetter an einem Comeback arbeiten könne. Zu einem Statement war der noch amtierende Hemmerder Regent aber nicht zu bewegen.

Am Sonntag nun war es wieder Zeit für einen weiteren Auftritt in der Königsklasse. Durch den Rückzug des BSV Heeren III ist das Spitzenfeld eng zusammen gerückt. Die Zweite darf sich keine Ausrutscher mehr erlauben. An den Häupenweg haben sich nach zuletzt mäßigen Zuschauerzahlen in Cappenberg auch wieder Hemmerder Schlachtenbummler gewagt, die eine Seite des Sportplatzes zum Campingplatz umfunktionierten. 

Wie schon vor zwei Wochen, so kam auch diesmal der Schiedsrichter vom Verfolgerverein Kamener SC. Absicht möchte man den Schiedsrichteransetzern zwar nicht unterstellen, komisch ist diese Einteilung aber schon. So stand diesmal mit Schiedsrichterurgestein Helmut Kampmann geballte Erfahrung an der Pfeife. Viel Mühe hatte der Mann in schwarz mit der Leitung der Partie in der ersten Halbzeit allerdings nicht. Es passierte nicht viel vor beiden Toren. So fiel das Führungstor der Hemmerder durch Ozil Ozil circa fünf Minuten vor der Pause schon etwas überraschend. Es hätte aus Hemmerder Sicht noch besser laufen können, wenn nicht ein Weddinghofener Verteidiger per Kopf eine Volleyabnahme von Tobias Brunsmann entschärft hätte.

Die zweite Halbzeit begann etwas schwungvoller. Die Hausherren hatten eine stärkere Phase, in der es im Hemmerder Strafraum teilweise drunter und drüber ging. Die Gäste überstanden diese Situationen allerdings unbeschadet. Die Partie wurde in der Folgezeit etwas nickliger, die Fouls häuften sich. Da sich ein Spieler der Heimmannschaft dazu ermuntert sah, dem Schiedsrichter eine schnellere Gangart zu empfehlen, durfte er zum Dank für diesen Hinweis vorzeitig duschen gehen. 

Das Spiel plätscherte im weiteren Verlauf gefährlich vor sich hin und der ein oder andere Zuschauer wäre fast in seinem Campingstuhl eingenickt, wenn nicht eine als Biene Maja kostümoerte Figur einen kurzen Blick auf den Sportplatz geworfen und für leichte Erheiterung gesorgt hätte. Spannung kam erst wieder auf, als Martin Kuhlmann im Strafraum gelegt wurde. Zum anschließenden Elfmeter trat Brunsmann an, zielte aber zu genau und traf nur den Pfosten. Wie es dann meistens kommt, so gelang auch Weddinghofen mal ein Angriff: Die Hausherren brachten den Ball von Außen vors Tor und dort netzte der gegnerische Spieler zum Ausgleich ein. Es blieben nur noch wenige Minuten, um dem Spiel nochmal die entscheidende Wendung zu geben. Wohl dem, der einen Spieler wie "Kreisliga-Wurlo" in seinen Reihen weiß. Der eingewechselte Mittelfeldakteur zielte mit seinem ersten Versuch noch knapp daneben. Beim zweiten Anlauf schloss Marvin Wurlitzer mit der Picke ab. Der Torwart ließ den Ball klatschen und Martin Kuhlmann schoss zum viel umjubelten 2:1 ein. 

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Dem Weddinghofener Linienrichter brannten im Anschluss an den Hemmerder Jubel alle Sicherungen durch. Gefolgt von seinem Trainer rannten beide auf den Platz und sorgten für eine Rudelbildung. Besagter Linienrichter, der offenbar die Sportart vertauscht hatte, schlug wie von der Tarantel gestochen wild um sich und war auch von seinen Mannschaftskameraden und den Hemmerder Akteuren nicht mehr zu beruhigen. Schiedsrichter Kampmann war das dann doch etwas zu viel Stress und er entschied sich dazu die Partie kurz vor dem Ende abzubrechen. Eine Fortsetzung wird es nun höchstwahrscheinlich vor der Kreisspruchkammer geben. Bleibt den Herren dieses Gerichts nur zu wünschen, dass sie Gewalt im Sport keinen Platz einräumen und die entsprechenden Entscheidungen treffen werden. Die können unter normalen Umständen eigentlich nur zu einem 2:1-Sieg für den TuS Hemmerde II führen.

"Gut, dass das Spiel abgebrochen wurde. Ich konnte auch nicht mehr", war Mittelfeldakteur Wurlitzer erleichtert. "Nun muss die Mannschaft gegen Massen III aber mal wieder einen raushauen. Die Fans werden langsam ungeduldig", äußerte sich Schützenkönig und Edelfan Dustin Heuser zur Leistung der Mannschaft.

VfK Weddinghofen II - TuS Hemmerde II      1:2 (0:1) Abbruch

TuS: Berz - Schole, Berkemeyer, Pielken, Brunsmann - Apak (Wurlitzer), Goecke, G.Foit, Barry (Goldschmidt) - Kuhlmann, Ozil (Golombek)

0:1 Ozil, 1:1, 1:2 Kuhlmann

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