Nachdem die erste Ansetzung noch dem Wetter zum Opfer gefallen war, konnte die Spitzenpartie der Königsklasse am gestrigen Donnerstag bei Kaiserwetter nachgeholt werden.

Da einige Stammkräfte ausfielen, griff Trainer Sascha Schumann auf die Altinternationalen Adi Klose und Enver Vejzovic zurück, die der jungen Truppe Halt geben sollten. Schiedsrichter Sven Konrad wartete mit dem Anpfiff bis der TuS-Tempel gut gefüllt war. Unter den zahlreichen Gästen waren auch Spieler des Konkurrenten Holzwickeder SC IV, die sich das Topspiel natürlich nicht entgehen lassen wollten.

In dieser Partie ging es nicht nur um drei Punkte, auch das Duell "Bauer sucht Tor!" fand seine Fortsetzung. So standen sich die Landwirte Tim Grundmann vom Kamener SC mit bis dato 22 Treffern und Martin Kuhlmann mit 21 Hütten gegenüber. Vorweg: Es sollte der Tag des schlitzohrigen Schafbauern Martin werden. 

Zunächst allerdings war der Kamener SC am Drücker. Wie schon gegen die SG Massen III war es Keeper Dominik Berz zu verdanken, dass der TuS nicht frühzeitig in Rückstand geriet. Der Torhüter kann nach den letzten Leistungen noch auf eine Nominierung von Nivea-Jogi hoffen. Auf der Gegenseite setzte Stürmer Martin Kuhlmann mit einem Heber auf die Querlatte eine erste Duftmarke. Jubeln durfte dann allerdings zunächst sein Kontrahent Grundmann vom Kamener SC, der eine Hereingabe zur Gästeführung über die Linie drückte.

Der TuS reagierte. Kuhlmann wurde im Strafraum gelegt, der Schiedsrichter pfiff, der Ball landete bei Lars Goecke und der versenkte das Spielgerät mit einem Mix aus linkem Fuß und Schienbein im gegnerischen Tor. Irrtümlicherweise bejubelte das Hemmerder Lager den Treffer schon ausgiebig, ehe der Mann in schwarz aufklärte. Kuhlmann war es egal. Er nahm den Ball und glich per Elfmeter zum 1:1 aus. Es sollte für die Hausherren noch besser kommen. Kurz vor der Pause agierte der TuS nach einem Konter in Überzahl. Lars Goecke dribbelte die gegnerische Abwehrreihe an, legte den Ball nach rechts raus auf Kuhlmann, der die Pille in die Mitte brachte, wo Enver Vejzovic in gewohnter Torjägermanier zum 2:1 einschob.

Viele Tore, Spannung und die Championsleague-Hymne zu Beginn der zweiten Halbzeit! Es taten sich Parallelen zum Vorabendspiel zwischen ManCity und den Spurs auf. So überschlugen sich die Ereignisse in der zweiten Halbzeit. Vejzovic ließ seinen Gegenspieler mit einem Heber aussteigen, hatte dann das Auge für den besser postierten Kuhlmann und der traf zum 3:1. Kurz darauf waren es wieder die beiden TuS-Akteure, die den vierten Treffer produzierten. Vejzovic legte in den Lauf von Kuhlmann und der zog einfach mal ab. Der gegnerische Torwart hatte offenbar die Urgewalt des Geschosses unterschätzt, als er den Ball unter dem Körper hergleiten ließ.

"Messe gelesen!" hätte die Überschrift an dieser Stelle lauten können. Doch damit dem Zuschauer - hier sei auch insbesondere der Fan unter dem Spitznamen "Borussen-Katze" erwähnt - nicht langweilig wird, ließ es der TuS in der Folgezeit schleifen. Nach einem Foulspiel erhielten die Kamener einen Elfmeter. Hier konnte sich Keeper Berz erneut auszeichnen, der den gegnerischen Schuss sogar festhielt. Kurz darauf musste er dann aber doch hinter sich greifen, als der KSC auf 2:4 verkürzte. Das Spiel war wieder offen. Berz musste ebenso wie seine Vorderleute mehrfach eingreifen.

Erleichterung kam erst in der 82.Minute auf, als Nick Lamche nach einer maßgenauen Flanke von Kenan Börekci zum 5:2 einköpfte. Aber auch das sollte noch nicht der Schlusspunkt in einer irren Partie sein. Denn nur zwei Minuten später verkürzte Kamen erneut. Den neuen Spielstand konnte die Heimmannschaft dann jedoch über die Zeit bringen. Mit diesem Ergebnis entledigte sich der TuS im Meisterschaftsrennen dem Verfolger Kamener SC IV. Es dürfte in den nächsten Wochen auf einen Zweikampf mit dem Holzwickeder SC IV hinauslaufen und auch der SV Langschede II kann noch ein Zünglein an der Waage spielen.

Für die TuS-Ultras fand übrigens die Hauptveranstaltung des Abends erst nach der Königsklassenpartie statt. In einer Runde Flunkyball zeigte die Dorfjugend ihr ganzes Können. Ebenso wie bei den anschließenden Feierlichkeiten im Vereinsheim. Hier zieht es neben Spielern der Heimmannschaft, Funktionären und Fans übrigens auch immer wieder Gästespieler an, die sich von der Qualität des Hemmerder Gerstensaftes überzeugen wollen. So nahm der Abend unter der Regie von DJ Jubel, der anlässlich seines Geburtstages Hits aus seinem Geburtsjahrzehnt auflegte, seinen Ausklang.

TuS Hemmerde II - Kamener SC IV     5:3 (2:1)

TuS: Berz - Schürmann (70.Süß), Berkemeyer, Klose (41.Börekci), Beckhoff - Foit, Apak - Goecke, Kuhlmann, Lamche - Vejzovic (85.Wurlitzer)

0:1 (33.), 1:1 Kuhlmann (36., FE), 2:1 Vejzovic (42.), 3:1 Kuhlmann (49.), 4:1 Kuhlmann (53.), 4:2 (56.), 5:2 Lamche (82.), 5:3 (54.)

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