Der TuS hat sich für eine erneut couragierte Leistung am Ende nicht belohnt.

Eine Unentschlossenheit in der Nachspielzeit kostete das Elfmeterschießen und damit die Chance auf das Weiterkommen in der zweiten Pokalrunde.

Diese hatte der TuS erst nachträglich erreicht, weil das Spiel gegen GS Cappenberg vom letzten Sonntag mit 2:0 für den TuS gewertet worden war. Die Gäste waren mit der zweiten Mannschaft am Hellweg angetreten, was zum Ausschluss aus dem Wettbewerb führte. Langschede freute es. So durften die Schwarz-Gelben den wesentlich kürzeren Weg nach Hemmerde antreten. Auch den TuS dürfte es im Nachhinein gefreut haben, denn die Gäste brachten reichlich Zuschauer mit, so dass der Tempel neben den eigenen zahlreichen Anhängern auch durch die Gästefans stark besucht war.

Aufgrund einiger Urlauber war der Kader des TuS diesmal nicht so üppig besetzt. Im Vergleich zur Startelf aus der zweiten Halbzeit gegen Mühlhausen gab es aber nur eine Änderung. Yavuz Apak begann für den urlaubenden Sven Fischer. Als Kapitän durfte mit Domenic Maschinski der zumindest vom Alter her Erfahrenste ran. Er zeigte sich nach dem Spiel gegenüber seinen Mannschaftskollegen auch gleich mit einer Kiste Kaltgetränke erkenntlich. 

Die Rollen waren vom Anpfiff weg klar verteilt: Langschede hatte viel Ballbesitz, Hemmerde stand tief und lauerte auf Konter. Die TuS-Abwehr stand recht sicher, musste nur einmal nach einem gefährlichen Ballverlust tief durchatmen, als Langschedes Spieler aber den Ball am Tor vorbei zog. Ansonsten war nicht viel los vor dem Tor von Keeper Dominik Berz. Auf der Gegenseite versuchte es der TuS immer wieder mit Diagonalbällen in den Rücken der Abwehr zu kommen. Nennenswerte Möglichkeiten sprangen aber auch auf Hemmerder Seite kaum heraus. Domenic Maschinski hatte mit einem Heberversuch eine kleinere Möglichkeit, Zarych näherte sich mit einem abgefälschten Schuss dem gegnerischen Tor an und Kuhlmann stand bei einem Anspiel im Abseits. 

Für Verwunderung sorgte dann eine Szene kurz vor der Pause, als Lennart Kimpel von seinem Gegenspieler beim Kopfballversuch umgerannt wurde. Der Schiedsrichter entschied auf Freistoß für Langschede und gab Raphael von Rekowski die gelbe Karte, der mit dieser Entscheidung nicht einverstanden war. Zuvor pfiff der Unparteiische schon eine harmlose Szene von Yavuz Apak im gegnerischen Strafraum ab. Naja, Auswirkungen aufs Spielgeschehen hatten diese Situationen nicht. Das sie hier erwähnt werden, zeigt eher wie wenig Gefährliches vor den beiden Toren im ersten Durchgang passierte. Ein Indiz guter Defensivarbeit beim TuS, sicherlich nicht zufriedenstellend für den SVL.

Allerdings erwischten die Gäste dann nach der Pause einen Start nach Maß. Der TuS führte einen Defensivzweikampf bei einem Langscheder Konter nicht konsequent genug. Die Gäste hatten dadurch viel Platz, konnten in die Tiefe spielen und Jannes Krupka ließ sich die Möglichkeit zum 1:0 nicht entgehen. Der TuS steckte den Rückstand schnell weg und attackierte den Gegner nun wesentlich früher im Spielaufbau. Trotzdem gehörte schon ein wenig Glück dazu, dass Ralle Zarych nach Passverlängerung von Kuhlmann plötzlich frei vor dem gegnerischen Torwart auftauchte und zum 1:1 einnetzte.

Beide Seiten wollten in der Schlussphase mehr. Langschede kam das ein oder andere Mal gefährlich in Strafraumnähe ohne letztlich den zwingenden Abschluss zu finden. Auf der Gegenseite blieb Zarych einmal am gegnerischen Keeper hängen und fand Maschinski mit einem Kopfball, den eben jener noch an den Außenpfosten lenken konnte, seinen Meister. Alles deutete auf ein Elfmeterschießen und dessen Vorbereitung hin. So gaben die letzten Eindrücke vom Elferturnier in Lünern den Ausschlag für die Einwechslung von Christoph "Jens" Golombek gegen Lars Goecke in der Nachspielzeit (Zitat Lars Goecke vom Elferturnier in Lünern nach dem Spiel gegen die TVG-Damen: "Alter, die Torfrau hält aber auch alles!", Zitat "Jens" Golombek, befragt zu seinem Abschneiden beim Turnier: "Ich habe mich im Verlaufe des Turniers gesteigert!"). Seine Künste vom Punkt konnte Golombek dann leider nicht mehr zum Tragen bringen. Langschede schlug in der dritten Minute der Nachspielzeit einen langen Ball in den Strafraum des TuS, der dort gefühlt ewig lang unterwegs war. Leider fühlte sich niemand für das Spielgerät zuständig, so dass Langschedes David Sobral den Ball von der Torauslinie zurück legte und Gunal Chandikok aus wenigen Metern doch noch zum umjubelten Siegtreffer für Langschede traf.

So stand beim TuS am Ende die Enttäuschung über das späte Ausscheiden aus dem Pokalwettbewerb, wobei schon mit einem Schmunzeln darüber diskutiert wurde, ob Langschede vielleicht einen Fehler begangen haben könnte, der zum nachträglichen Weiterkommen führen könnte. Seit den Ereignissen der letzten Woche muss man ja mit allem rechnen. Insgesamt kann der TuS auf der gezeigten Leistung aufbauen. Am Mittwoch testet der TuS im Tempel um 19 Uhr ein letztes Mal, wenn sich die Dritte von Westfalia Rhynern am Hellweg vorstellt.

TuS Hemmerde - SV Langschede     1:2 (0:0)

TuS: Berz - Goecke (90.+1 Golombek), Glombik, Kimpel, Beckhoff - Beyer, Maschinski, von Rekowski (87.Berkemeyer) - Zarych, Apak (61.Schole) - Kuhlmann

0:1 Krupka (48.), 1:1 Zarych (67.), 1:2 Chandihok (90.+3)

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Hemmerder Hellweg 2 - 4

59427 Unna

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