Vorerst keine Mini-Serie – TuS II kassiert spätes Ausgleichstor

„Three's a crowd“ oder „Drei Siege sind 'ne Serie“ – so oder so ähnlich war der Tenor in der Zweiten vor dem Spiel gegen die Reserve aus Langschede.

Dementsprechend motiviert wurde das heutige Spiel angegangen. Doch nach kurzer Zeit schon der erste kleine Rückschlag: Einen langen Einwurf wollte Kapitän Sascha Kuhn an der Außenlinie klären, verlängerte aber so unglücklich in den Lauf eines Langscheder Angreifers, dass auch der zweite nominelle Innenverteidiger Philip Behler nicht mehr entscheidend stören konnte – Rückstand nach fünf Minuten. Es sollte jedoch für sehr lange Zeit die einzige Chance für den SV bleiben. Das lag vor allem daran, dass die Viererkette, in den wenigen Situationen in denen sie ernsthaft gefordert wurde, hinten sehr sicher stand. Trotzdem schlich sich durch den Rückstand eine gewisse Nervosität ins Hemmerder Spiel ein, was teilweise auch zu verbalen Entladungen zwischen Mitspielern führen sollte. Ein Umstand, den es in Zukunft unbedingt zu vermeiden gilt.

Wütend rannten die Hemmerder weiter an. Doch weder Dustin Möhring, der aus kurzer Distanz etwas zu hoch zielte, noch Tim Kleff, der nach Gewühl im Strafraum nur die Unterkante der Latte traf oder Roman Wiesel, der mit einem Schuss von der Sechzehner-Linie am Keeper scheiterte, konnten für die Rot-Weißen ausgleichen. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff dann die Erlösung: Torwart Ralf Dieckmann warf schnell ab auf Kuhn, der nahm links Tim Kleff mit. Dieser spielte zurück in die Mitte zu Wiesel, welcher mit ein wenig Glück auf rechts verlagern konnte, wo Kevin „Vinke“ Ellerkmann noch ein paar Schritte in den Strafraum machte, um anschließend den Ball sicher flach zu versenken. Einmal schneller Angriffsfußball, wie ihn sich das Trainerteam vorstellt!

Mit Rückenwind ging die Hemmerder Reserve in die zweite Hälfte. Von Langschede kam inzwischen buchstäblich NICHTS mehr, abgesehen von einigen lyrischen Ergüssen mit persönlichem Bezug. Hemmerde dagegen machte Druck und wurde bald belohnt: Nach einem Freistoß von Kleff kam Philip Behler im Strafraum an den Ball und versenkte ihn locker halbhoch im linken Eck. In der Folge gab es einige, teils gute Gelegenheiten zum Ausbau der Führung, unter anderem für den eingewechselten Patrick Grobelny, der nur den Außenpfosten traf, Florian Weies oder auch für Ellerkmann. Letztlich blieben diese Chancen aber alle ungenutzt. Und so nahm das Unglück seinen Lauf: Obwohl inzwischen durch harte Zweikampfführung und fragwürdiges Vokabular personell dezimiert, gelang es den Langschedern noch einmal über Hemmerdes rechte Seite vorzustoßen. Die Nummer 7 der Gegner vollendete den wahrscheinlich einzig nennenswerten Gegenangriff in Hälfte zwei mit einem platzierten Flachschuss von der Strafraumlinie: Keeper Dieckmann war geschlagen, das 2:2 gefallen. Dementsprechend bedient waren die Roten vom Hellweg, als kurze Zeit später der Abpfiff des heute tatsächlich sehr souveränen Schiedsrichters ertönte. Viel Aufwand betrieben, das Ruder herumgerissen, und trotzdem nicht belohnt. Dennoch hat die Zweite aus den letzten drei Spielen starke sieben Punkte geholt. Auch die Moral stimmte heute, das zeigt die zwischenzeitliche 2:1 Führung nach anfänglichem Rückstand.

Nach einer spielfreien Woche geht es am nächsten Spieltag gegen Frömern. Mit etwas mehr Glück und noch etwas mehr Cleverness kann dort der Grundstein für die nächste Serie gelegt werden.

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