Nichts war es mit dem erhofften Sprung ins obere Tabellendrittel.

Die Erste Mannschaft des TuS Hemmerde tritt nach der Punkteteilung in Hamm auf der Stelle und muss nun am Wochenende gegen Kaiserau III zuhause unbedingt gewinnen, um nicht frühzeitig perspektivlos durch das Mittelfeld der Liga zu dümpeln.

Gerupft wie ein Hähnchen, aber immer noch mit genügend Winterspeck auf den Rippen kam der Kader des TuS in Hamm daher. Trotzdem verschliefen die Gäste die erste Hälfte, wirkten in einigen Szenen nicht handlungsschnell genug und spielten eher wie eine Mannschaft für die der Zug nach oben bereits abgefahren ist und das Polster nach unten zu reichhaltig ist, um nochmal ernsthaft in Gefahr zu raten. Die Hammer spielten auf dem unübersichtlichen, weil mit vielen verschiedenen Farben und Linien durchzogenen Hockeyfeld der Heimmannschaft immer mal wieder steil in die Spitze und beschäftigten Torwart Dominik Berz damit bereits in der ersten Halbzeit mehr als dies der SuS Lünern in 90 Minuten Derby zuletzt zustande gebracht hatte.

Auf der Gegenseite hätte Altherrenstürmer Enver Vejzovic seinen Ruf als Torjäger untermauern können, gefährdete in einigen Szenen aber lediglich die Eichhörnchen auf den umliegenden Bäumen. Ralf Zarych, der dem rechten Fuß in der Regel auch in schwierigen Situationen oft mehr vertraut als dem linken, setzte den Ball zudem ans Außennetz. Hamm nutzte einen Ausrutscher im Strafraum des TuS nach einer guten halben Stunde zum Führungstreffer und sorgte so beim Gast für die unbequeme Situation des "Hinterherlaufens".

Denn bereits zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte sich, dass die Gäste die umliegenden Grünflächen und ihre Weiten bestens studiert hatten. Wären die Temperaturen um ein paar Grad kälter gewesen, hätte man sich zudem Sorgen machen müssen, dass der ein oder andere Akteur auf dem Kunstrasen festgefroren wäre. Der Spielstand und die Uhr liefen also gegen den TuS, der durch Vejzovic, der den Fangzaun prüfte, erneut eine gute Möglichkeit ausließ. Bei einem Schuss von Lars Goecke hatten die mitgereisten TuS-Anhänger erneut den Torschrei auf den Lippen, zumal der Gästetorwart den Ball in Alexander-Nübel-Marnier über den Fuß gleiten ließ. Es kam letztlich aber nur zum Eckball.

Der Rückstand, die davonlaufende Zeit und die Gefahr mit einem Konter den Knockout zu bekommen! Die Situation wurde für den TuS mit zunehmender Dauer nicht einfacher. Aus dem Gewühl heraus zeigte TuS-Stürmer Enver Vejzovic dann doch noch seine Torjägerqualitäten und besorgte den Ausgleich. Der TuS wollte nun mehr und drängte auf den Kasten des BV Hamm. Mal technisch eleganter und mal eher mit der Brechstange. Aufgrund einiger Unterbrechungen ließ der Schiedsrichter fünf Minuten nachspielen. Zeit also für den TuS, doch noch zum Siegtreffer zu kommen. Fast hätte es den allerdings für die Hausherren gegeben, doch der gegnerische Stürmer zielte aus wenigen Metern nicht nur an Torwart Berz, sondern auch am Hemmerder Tor vorbei. 

Am Ende blieb es beim 1:1, über das sich beide Seiten nicht beschweren durften. Schade eigentlich, da einige Teams vor dem TuS ebenfalls nur Remis spielten oder verloren. Gut nur, dass das nächste Spiel am kommenden Sonntag um 15 Uhr im TuS-Tempel gegen den SuS Kaiserau III wieder ein Heimspiel ist. Im eigenen Wohnzimmer zeigt die Mannschaft meist ein anderes Gesicht als auf der ein oder anderen Kaffeefahrt in die Fußballarenen der Region.

BV Hamm 09 III - TuS Hemmerde     1:1 (1:0)

TuS: Berz - Beckhoff, Glombik, Kimpel, Brunsmann - Beyer, Rihtar (44.Pielken) - Goecke (86.Tillmann), Kuhlmann, Zarych - Vejzovic

1:0 (33.), 1:1 Vejzovic (80.)

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